hier kommen wir...
Hier die Tour, die wir tatsächlich gefahren sind. Ruhig mit den Einstellungen etwas experimentieren.
Oder hier als .gpx-Datei.
Von Pierrelatte hatten wir noch 160km bis L'Horme, wo wir das Auto und den Anhänger abgestellt hatten. Die 3,5-Stundenstrecke haben wir in 3 Stunden bewältigt.

Zu unserer großen Erleichterung waren der Amarok und der Anhänger noch da.
Nach ca. 30min hatten wir aufgeladen und danach im Intermarché eingkauft und dann nochmal gemeinsam gegessen.
Gegen 14:00 Uhr sind wir dann den Weg nach Saarbrücken angegangen, wo ich von Bord gehe.
Das Abladen war schnell erledigt, das Drücken zum Abschied auch. Um genau 22:30 Uhr war ich zuhause. Nur 5 Stunden Fahrt an einem Tag, noch dazu mit einer Pause von 5 Stunden, sorgen für entspanntes Ankommen.
Die Cevennen haben uns gut gefallen und es gibt dort noch sehr viel zu sehen und zu erledigen. Wir haben auf der Tour viel Neues gesehen, hatten keinen Defekt und haben nichts verloren. So kann es nächstes Jahr weitergehen nach Slowenien.
Das Anhängerkonzept können wir jetzt kritisch würdigen. Der Auwand mit Abholen, Wegbringen, Auf- und Abladen ist größer als ich gedacht habe. Man kommt entspannt an, gewinnt aber wegen der Anreisedauer mit dem Anhänger weniger Zeit hinzu, als ich dachte. Wahrscheinlich ist es einfacher, vor der Haustür mit schönen Straßen bis zum Zielort zu beginnen und sich etwas mehr Zeit zu nehmen. Für entfernte Ziele ist der Anhänger durchaus eine Alternative, man sollte aber bereits bei der Abfahrt wissen, wo er abgestellt wird.
Nach dem Frühstück ging es zunächst über Straßen auf einem Bergplateau, wo es sehr neblig und kalt war. Mit den Heizgriffen natürlich kein Problem. Dann ging es herunter zum Gorges du Tarn, dem spektakulärsten Teil der Reise. Landschaftlich kaum zu toppen. Einen Eindruck von der Schönheit erhält ma am besten vor Ort, man kann aber auch hier nachlesen: Gorges du Tarn
Auch kurz danach war die Landschaft noch sehr beeindruckend:

Pause oberhalb des Gorges du Tarn
Dann sind wir wieder durch Florac gefahren und haben Mittagspause gemacht.

Wir warten auf die Bestellung..., der Wirt ist soooo entspannt

Die jungen Leute, immer am Handy
Tolles Restaurant in den Bergen
Das Bergrestaurant war teilweise außerordentlich rustikal:

Die Toilette ist eine bessere Verkleidung für einen sägespahngefüllten Eimer
Wir sind heute noch durch den Gorges de l'Ardèche gefahren, 35km feinste Straße.
Abends sind wir in Bourg-Saint-Andéol in das Hotel Robinson eingekehrt. Sieht aus wie ein Bordell, der Betreiber ist aber sehr nett und innen ist alles ok.
Das Hotel le Robinson
Der letzte richtige Fahrtag war so ereignisreich, dass wir es bei 5 Stunden belassen konnten:
Nach dem sehr reichlichen und liebevoll hergerichteten Frühstück ging es über kleine, kleinere und kleinste Sträßchen quer durch die Cevennen. Es waren viele sehr schöne Straßen dabei und die Landschaft ist ohnehin traumhaft.
Von ca. 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr hat es etwas geregnet, wir haben uns dann in einem Restaurant in La Vigan trocknen lassen und gestärkt.
Gegen 16:00 Uhr waren wir kurz vor Millau und haben beschlossen, in Millau zu nächtigen.

Millau und das Viaduc de Millau
Das Bowling-Hotel hatte gute Kritiken, ist günstig und ca. 2km vom Zentrum entfernt gelegen. Der Plan ist frisch machen und dann in die Stadt...
Den Weg in die Stadt haben wir mit dem Bus abgekürzt. Millau ist eine typisch französische Stadt, es gibt aber einige seltsame Menschen auf der Straße.
Den Abend haben wir dann mit Tischkicker und Billard ausklingen lassen, wir haben ja in einem Bowlingcenter übernachtet.
Nach dem typischen kleinen französischen Frühstück sind wir gegen 9:00 Uhr losgefahren. Wegen der wunderschönen Landschaft und der hervorragenden Strecken sind wir bis kurz vor 12:00 Uhr durchgefahren. Es ist heute relativ kühl, nur 30°C, optimale Verhältnisse. Danach haben wir eine Pizza in den Bergen gefunden und Pause bei Wasser und Espressi gemacht.

Schöne Pause in den schönen Cevennen
Weiter ging es den ganzen Tag mit herrlichen Strecken, bei ca. 30°C. Gegen 16:30 Uhr haben wir an einer abgelegenen, aber schönen Mühle Pause gemacht.

Das obligatorische Motorradphoto

Kaffee an der Mühle
Wir sind noch 2 Stündchen gefahren und haben uns dann über Booklng.com eine Unterkunft in Durfort gesucht.
Die Wirtin ist sehr nett, spricht auch englisch und hat uns mit kühlen Getänken versorgt. Sie hat auch den Platz im Restaurant gebucht.

Ein Zimmer für 4 - mit Schnarchern etwas herausfordernd
Die Fahrstatistik für diesen Tag kann sich sehen lassen, gibt den Fahrspaß aber nur ansatzweise wieder:
Um 4:25 Uhr sind wir wieder aufgestanden. Alle waren pünktlich und wir konnten wie geplant starten.

Der Anhänger erweist sich als sahr stabil
Das frühe Aufstehen fordert seinen Tribut:

Mancher muss noch Kraft tanken
Das Abstellen ist jetzt geregelt, gerade kam die E-Mail, dass wir an der Auberge Loisirs de La Barbanche, 176 che du Plateau de La Barbanche 42100 Saint Etienne parken könen.
Da die Auberge heute geschlossen ist, haben wir uns einen anderen Abstellplatz gesucht. Das Auto und der Anhänger stehen jetzt in L'Horme in der Route des Cotes, an der Hauptstraße. Mal schauen, was noch da ist, wenn wir wieder kommen.
Wir haben noch etwas gegessen und dann die Motorräder abgeladen. Bei 40°C eine echte Herausforderung. Wie der Eifler sagen würde, man fühlt sich schnell tümmelich.

Das Abladen bei gut 40°C war anspruchsvoll
Schlussendlich sind wir um 16:00 Uhr losgefahren. Das Anhängerkonzept kann durchaus kritisch betrachtet werden.
Wir sind dann noch 2,5h schönste Sträßchen gefahren und dann in einem Premium-Hotel eingekehrt, die Bar des Cevennes in Mézilhac.
Herausfordernd war wirklich die unnormale Hitze, hier in der Bar ist es aber deutlich abgekühlt.
Die Stimmung ist gut und wir freuen uns auf morgen.
Da das Aufladen der Motorräder auf den Anhänger doch aufwändig ist, habe ich mich überzeugen lassen, nach Großkrotzenburg zu fahren.
Gegen 22:00 Uhr war die BMW aufgeladen und verzurrt. Noch ein Glas Apfelwein mit Britta und Heiko, dann haben wir uns um 0:00 Uhr zur Nachtruhe begeben.
Die Umplanung ist abgeschlossen. Die Tour in und durch die Cevennen steht. Offen ist noch, ob ich in Großkrotzenburg oder in Saarbrücken zusteige...

Die geplante Tour durch Frankreich, die Cevennen
Ein geeigneter Treffpunkt wäre der Autobahnparkplatz Am Kahlenberg, a6, Rohrbach, St. Ingbert. Hier muss keiner von der Autobahn abfahren und über Saarbrücken sind es nur 5 km mehr als über Freiburg. 7:00 Uhr wäre eine gute Zeit, um sich dort zu treffen ;-)
Wenn ich mir die Karte so ansehe, macht vielleicht doch Sinn, schon am 23.08. nach Großkrotzenburg zu fahren und dort am 24. alle gemeinsam zu starten.
Bleibt noch die Frage, wo man das Auto und den Anhänger abstellen kann. Dazu habe ich ein kleine Gemeinde südlich von Lyon angeschrieben, deepl.com macht es möglich. Ich bin mal gespannt, was die Sylvia aus Simandres mir zurückschreibt...
Leider hat ein Tiefdruckgebiet über Italien für Starkregen in Österreich und Slowenien gesorgt. Die Bilder in den Nachrichten sehen aus wie aus dem Ahrtal nach der Flut vom 14.07.2021. Viele Teile der Strecke, insbesondere die schönen Bergstraßen, sind von der Überflutung betroffen. Slowenien hat Hilfe von der NATO und der EU angefordert, weil insbesondere schweres Gerät wie Bagger fehlt. Bis zum 24.08.2023 werden die Schäden offensichtlich noch nicht beseitigt sein. Außerdem besteht die Gefahr, dass weitere Hänge abrutschen. Wir müssen unsere Tour deshalb umplanen. Schon immer wollten wir mal durch die Cevennen fahren, die Anreise bis hinter Lyon war uns jedoch immer zu weit. In 5 Tagen ist dies nur dann machbar, wenn ein Anhänger zur Verfügung steht. Glücklicherweise ist der Anhänger angemietet und die Zugmaschine läuft sich schon warm. Statt nach Osten fahren wir also nach Westen und verschieben Slowenien um ein Jahr.
Folgende Tour werden wir dann in in Slowenien zu fahren versuchen:
Die Planungen nehmen mehr und mehr Gestalt an.
Wir haben einen Anhänger für 4 Motorräder und Carlos stellt seinen Amarok als Zugmaschine.
Heute habe ich gelesen, dass man eine E-Vignette braucht, die kostet sage und schreiben 8,70 €, kann aber auch unterwegs gekauft werden.
Slowenien ist klein, ca. 150km x 250km, wir können also, sollten wir die geplante Tour Rubbeldiekatz erledigt haben, eine beliebige weitere aus dem Slowenien Buch für Motorradfahrer, fahren.
Die Gelegenheit am 20.05. haben wir auch genutzt, um die Tour zu besprechen. Bis Slowenien ist es wirklich weit, mindestens 9:30 h Autobahn, wenn man etwas schöner fahren will über 12 Stunden.
Also habe ich angeregt, mit einem Anhänger die Motorräder mindestens bis Kempten zu transportieren. Erstaunlicherweise wurde der Vorschlag nicht sofort abgelehnt. 😎
Auf meinem Motorrad waren noch immer die Reifen montiert, die wir einst in den französischen Alpen aufziehen lassen mussten, weil die unverschämte Karkasse zu Tage trat. Damit sich das nicht wiederholt, habe ich schon Ende 2022 neue Reifen bestellt, die Carlos mir am 20.05.2023 aufgezogen hat. Leider musste ich, nachdem die Räder ausgebaut waren, feststellen, dass mein Motorrad trotz der Qualitätskiste unter der Motorschutzplatte vom Hauptständer heruntergerutscht ist:

korrekt tiefergelegt
Problem 1: Das Motorrad wiegt 240kg, ohne Räder noch ca. 200kg.
Problem 2: Das Motorrad steht rechts an der Wand, so kann man es nicht anheben.
Also erwarb ich am Samstag, den 20.05.23, einen Flaschenzug. Kann man immer brauchen, aber wie befestigen? Der erste Versuch schlug fehl:
Ich habe dann ein altes Türband an die Decke gedübelt und einen Gurt daran befestigt. Mit dieser verwegenen Konstruktion konnte ich erst hinten anheben, das Hinterrad montieren und dann von vorne das Motorrad auf den Hauptständer ziehen:

Die Flasche zieht
Am Ende wird alles gut:

Sie steht wieder auf eigenen Füßen