Die Fahrt an den Iseosee, ca. 50km westlich vom Gardasee gelegen, ist wirklich weit und führt auf direktem Weg durch die Schweiz.
Wir sind also um 4:30 Uhr aufgestanden und kurz nach 5:00 Uhr abgefahren. Familie S ist schon um 3:00 Uhr abgefahren.
Die Fahrt durch die Schweiz (Vignette 41,50 €) wurde von zahlreichen Staus unterbrochen. Obwohl wir nur eine Pause gemacht haben, sind wir erst um 17:30 Uhr angekommen.
Insbeosndere Leif hat sehr unter seiner Müdigkeit gelitten und sich mal wieder von seiner besten Seite gezeigt.
Nach der Ankunft haben wir die sehr schöne Anlage und den wunderschönen See in Augenschein genommen. Beim Abendessen mit einem Glas Wein war der Anreisestress schon überwunden.

Unser Steg am Strand

Sonnenuntergang am Strand
Der Morgen ging mit einem schönen improvisierten Frühstück in dem Appartement von L2 und J los.
Danach haben wir (SNR) eine Wanderung nach Sale Marasino gemacht. 35°C kann man nur mit einem Lächeln begegnen.
Allein unter Frauen an der Ausblickempore zum See. Was soll man da sagen 😀

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Nachdem Bergamo, das ca. 60km von Marone entfernt ist, Anfangs der CoViD-19-Pandemie nicht mehr aus den Schlagzeilen herausgekommen ist, haben wir den Ursprung des Übels entdeckt:

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In Sale Marasino haben wir eine Kirche besichtigt und auf dem Rückweg eine Pause gemacht:

Der See von seiner schönsten Seite
A. hat die Zeit genutzt, um mit dem Mountain-Bike die Gegend zu erkunden:
Der Iseosee ist ein Paradies für Freunde des Radsports. Gleich am ersten Tag, entdeckt A. die wunderschön gelegene Wallfahrtskirche Santa Maria del Giogo. Eigentlich sollte es nur gemütlich am See entlang gehen, stattdessen entscheidet sich A. in Sulzano aber dafür, abzubiegen und den Wegweisern nach Santa Maria del Giogo zu folgen. Auf einer engen Straße geht es stetig bergauf und nach zahlreichen Serpentinen und steilen Rampen kommt man auf 968m ü.d.M. an. Der herrliche Ausblick in Verbindung mit einem Moment der Ruhe ist der verdiente Lohn für die Kraxelei.
Der Tag ging dann entspannt weiter. Am See im Schatten ruhen, als wäre uns die Siesta in die Wiege gelegt. Gegen 17:00 Uhr sind wir nach Pisogne zum Einkaufen gefahren. Nur das Nötigste, Sonnenmilch ab 15 € ... da kaufen wir lieber Sambucca 😀.
Abends sind wir noch lecker Essen gegangen, in das schöne Restaurant Alla Galleria; nur wenige Touristen und sympathisches Personal. Hier gab es sogar einen Kiwi-Baum und Bier aus Franken!

Von wegen italienisches Bier: Pyraser kommt aus Franken!

Am Iseosee wachsen sogar Kiwis
Den Abend haben wir wieder am Strand abgeschlossen - vor dem Schlafen noch etwas ausruhen.
Nachdem wir gefrühstückt haben mit Brötchen, die Axel dankenswerterweise schon im Morgengrauen geholt hat, sind N+S mit F+L1 zum Edinesee gefahren. R hat sich ertüchtigt und die J+L2 den Tag genossen, also "gechillt".
Für den Abend ist ein Picknick auf einer naheliegenden Höhe geplant, den Axel mit dem Fahrrad gestern schon ausgekundschaftet hat.
In der Zwischenzeit gab es Sonnen, Baden, Frohsinn und Heiterkeit.
Ein Urlaubstag wie er im Buche steht 😀.
Abends sind wir nach Santa Maria der Giogo (Koordinaten: 45° 40′ 34,34″ N, 10° 8′ 3,76″ O) auf den Berg gefahren. Die Straße war breit genug für ein Auto, bei Gegenverkehr hätte es ein Problem gegeben. Zum Glück blieb der aus. Oben gab es die herrlich urige Trattoria Santa Maria - leider geschlossen - mit einer großen Terrasse und sagenhaftem Ausblick über den See.
Das Picknick fand bei dem Refugio Alpino Gruppo di Polaveno auf 968m statt. Der Weg dorthin ist teilweise eine abenteuerlich kleine Straße, auf der es bei Gegenverkehr ein schwierig zu lösendes Problem gäbe. Hier ist auch die Chiesa di Santa Maria Giogo und das Lapide agli Alpini Caduti.

Blick von der Terrasse auf 968m über den See
Das Picknick war mit Obst, Gemüse, Brötchen, Käse, Schinken und mehr üppig und hat uns allen Freude bereitet.
Zum Glück gab es auch auf dem Rückweg nach unten keinen Gegenverkehr.
Gegen 22:00 Uhr zuhause angekommen, haben wir uns wieder an den Steg gesetzt. Bei 33°C ließen sich auch die 5 Regentropfen gut aushalten.
Nach dem Frühstück gab es Freizeit zur Eigennutzung bis 12:00 Uhr. Danach Abfahrt zum Monte Isola, der größten Binneninsel Südeuropas.

Die Insel Monte Isola
Erst wollten wir von Sale Marasino starten, das führt aber in das Örtchen Carzano, ca. 4km von der Südspitze entfernt. Also sind wir weiter nach Sulzano gefahren. Für 21,20 € Die ganze Familie nach Peschiera Maraglio hin und zurück, das Abenteuer kann losgehen 😀.
Die Überfahrt war kurz und entspannt. Auf der Insel war viel Sonne und Hitze. Gute Idee, in der Mittagszeit überzusetzen?!?
Wir sind zunächst Richtung Süden gegangen, entlang an der Küstenlinie. Die Stadt war bald zuende, auf der Insel ist alles etwas kleiner. Auffälig ist, dass an keinem der zahlreichen Roller der Zündschlüssel abgezogen war; viel gestohlen wird hier offensichtlich nicht.
Auf der Suche nach einem Eis sind wir im Reiseführer auf das Barracuda Café gestoßen. Hier haben wir hervorragendes Eis bekommen und konnten uns in den klimatisierten Innenraum oder auf die beschattete Terrasse setzen. Hier gab es einen herrlichen Blick über den See auf das Festland.

Ausblick von der Terrasse des Barracuda Café
Von hier aus hatten wir einen guten Blick auf die Isola San Paolo, die Teil des Brückenprojektes Floating Peers der Eheleute Christo war. Hier konnte man vom 18.06.2016 bis zum 03.07.2016 vom Festland zur Monte Isola und weiter zur Isola San Paolo zu Fuß über einen schwimmenden Steg gehen.

Bild der Floating Peers

Die Isola San Paolo
Nachdem wir noch die Kirche Chiesa di San Michele Arcangelo (innen mit prächtigen Fresken, wie alle italienischen Kirchen) besichtigt haben, in der es herrliche kühl war, sind wir langsam zurück zur Anlagestelle gegangen.

Die Kirche auf dem Monte Isola
Die Rückfahrt mit einer kleineren Fähre ging noch viel schneller als die Hinfahrt.

Die Reisegruppe auf der Rückfahrt
Wir haben dann noch heimisches Olivenöl gekauft und sind auf den Berg gefahren, um das Restaurant Camplani und die danebengelegene Kirche Chiesa del San Pietro e Paolo, die man beide von unten immer gesehen hat, auszukundschaften.
Danach sind wir erstmal zur Abkühlung in den See gesprungen, der jedoch schon vom Wind aufgepeitscht war. Der Wind nahm stetig zu, für abends war auch Regen angesagt.
Nach einer Stärkung am Campingplatz mit landestypischen Speisen, hat es angefangen zu regnen und wir haben vom Appartement aus dem Wetter zugesehen, bis zum friedlichen Einschlummern.
Schon um 7:30 Uhr wurde zum Abmarsch geblasen: Auf nach Zone zu den Piramidis. Beeindruckende, natürlich entstandene Felsgebilde. Durch Korrosion und Errosion ist von der kalkhaltigen Moräne unter großen Felsen jeweils nur eine Stele, die weiter an Substanz verliert, stehen geblieben:

Die berühmten Piramidi

Ein Piramidi

So entstehen die Piramidi
Danach ging es zum Frühstück, währenddessen der Bernd[^2] zuhause den Zähleraustausch von Westnetz managte und Bilder vom kristallklaren Pool übermittelte.[^1]
Gegen Mittag haben F+L1 Nudeln gekocht, das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet 😀 und mit großer Freude verschlungen, da das Essen gut gelungen war.
Später gegen 16:30 Uhr ist eine Fraktion (NFSRL1) nach Iseo aufgebrochen. Dort haben wir uns zunächst ein hervorragendes Eis gegönnt.
An der Promenade gab es eine Ausstellung mit zahlreichen Skulpturen.

Skulptur in Iseo

Skulptur in Iseo

Skulpturen in Iseo
Wir sind danach etwas durch die Stadt geschlendert und dann in eine schöne Bar eingekehrt. Dort gab es natürlich Aperol Spritz für alle, die wollten.

Aperol Spritz in Iseo
L1 hat ein neues Glücksgefühl, basierend auf Italien und Aperol Spritz, entdeckt.
Am Abend haben wir uns an der Snack-Bude, ca. 1km Richtung Süden, getroffen und wie echte Italiener zusammengesessen, erzählt, gegessen und getrunken.
Am Rande sei erwähnt, dass die Fußball-Frauen-Nationalmannschaft an diesem Abend den Einzug in das Finale der Fußball-EM gegen England in Wembley durch einen 2:1-Sieg gegen Frankreich erreicht hat.
Kaum war das geschafft, haben wir uns alle am See getroffen und den Abend ausklingen lassen.
Nach einer gewitterreichen Nacht - in ca. 40km Entfernung gab es Hagel und Unwetterschäden - haben wir zunächst wie immer gefrühstückt. Danach sind SNJFL2 einkaufen gefahren, der Rest der Mannschaft hat die freie Zeit genutzt. Wir haben dann den Tag überwiegend am See verbracht und uns auf ein weiteres Highlight des Urlaubes gefreut: Das Abendessen im Ristorante Camplani, das insbesondere durch seine exponierte Lage auf dem Berg mit Seeblick besticht, jedoch auch mit außergewöhnlichen Speisen.

Blick vom Camplani auf den See, nach dem Essen
Den Tisch konnten wir nur reservieren, weil A in perfektem italienisch angerufen und mitgeteilt hat, dass wir im Garten sitzen möchten. Dort war zunächst nichts frei, bis wir höflich gesagt haben "dann leider nicht" ... und schon wurde reserviert. Clevere Geschäftsleute, die Camplanis :-)

Sitzen wie im Paradies 1

Sitzen wie im Paradies 2

Alle hatten etwas zu schauen

Unsere Anlage vom Garten des Ristorante Camplani

Auch in der Dämmerung schön
Alt und Jung haben sich vor Freude ob der Schönheit dieses Fleckchens Erde kaum beherrschen können.

"Na Ihr Rocker"

So ein schönes Paar, die Mama und der Sohn
Das Essen war außergewöhnlich und sehr gut. Als Eifler wird man mit den italienischen Portionen nicht überfordert.
Sodann sind wir die kleinen kurvenreichen Sträßchen wieder heruntergefahren. Das aufziehende Gewitter sorgte bei der einen und anderen Teilnehmerin für Besorgnis. Rechtzeitig mit dem einsetzenden Regen waren wir wieder zuhause, konnten aber - wegen des Wetters - leider nicht mehr an den Steg gehen.
Ein Muss war an diesem Tag noch die Verkostung der lokalen Spezialität Franciacorta Brut Satèn, den N und S vom Einkaufen mitgebracht haben.

Der Franciacorta Brut Satèn
Der Geschmack hat stark an Sekt erinnert, allerdings mit ausgeprägter, feiner Perlung. Nicht jedermanns Sache, aber durchaus etwas Besonderes. Von dem Preis-Leistungsverhältnis[^3] war nicht jeder überzeugt.
Die Kinder und Heranwachsenden verhielten sich zum Abschluss des Tages altersgemäß:

Zocker unter sich
Der letzte Tag am Iseosee 😭😭😭. Nach dem Frühstück gab es Sport und Freizeit.
A. hat die Zeit zum Fahrradfahren genutzt und in Pisogne innegehalten. Dort hatte er Gelegenheit, sich mit den Einheimischen auszutauschen:

Italienischer Moment in Pisogne
Dann schon die erste Aufregung: Aus Kottenheim erreicht uns ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Wasser aus dem Dichtring der Pumpe austritt.[^4] Zum Glück ließ sich alles von hier aus regeln.
Heute war es das erste mal nicht so richtig heiß. Dennoch haben wir den Mittag an und im See verbracht. S und R waren ein Eis essen, später hat es angefangen zu regnen.
Wir sind dennoch in die Pizzeria La dama essen gegangen, nur L1 musste mit seiner starken Erkältung zuhause bleiben.
Das Essen und der Nachtisch waren hervorragend, auch die für L1 mitgenommene Calzone classico.
Danach wollten wir endlich noch zur ACTION-Pizzeria, dort war Aperol-Spritz-happy-hour von 18:00 - 22:00 Uhr. Pünktlich um 21:50 Uhr waren wir da. Leider war dort kein Mensch, so dass wir - SFR - zur holländischen Party mit Alleinunterhalter neben dran beim Mad Hops gegangen sind. Dort gab es ein Getränk und etwas Musik. Gerade als wir gingen, wurde Ik ga zwemmen gespielt 😖.
Danach ging es auf die Zimmer. Bis zur Abreise gab es noch einiges zu tun.
Heute trennen sich unsere Wege nach dem Frühstück. Familie S fährt noch für ein paar Tage nach Südtirol, Familie H reist langsam Richtung Heimat mit einer Übernachtung am Kalterer See, also auch Südtirol.
Gestartet sind wir Richtung Norden, über den Passo Tonale. Bis und insbesondere in Edolo gab es immer wieder Stau, danach lief es aber über das Hinterland wunderbar. Wir konnten die eindrucksvolle Bergwelt genießen, allein die Bewegung in dieser Landschaft macht Spaß.
In Auer angekommen haben wir zunächst das Hotel bezogen. Beide Zimmer mit einem großen Balkon mit herrlicher Aussicht.

Aussicht vom Hotel am Kalterer See
L1+L2 haben sich ein Zimmer geteilt. Wir sind dann alle zusammen an den Kalterer See gefahren und haben ein Freibad besucht. Der Kalterer See ist etwas trüb, am Rand nicht sehr tief und war angenehm warm.
Danach sind wir nach Kaltern Dorf gefahren, dort war ein großes Sommerfest. Ein buntes Treiben, jede Menge Essens- und Weinstände und zahllose ausgelassene Südtiroler. Hier gab es noch ein Glas Wein für uns.

Sommerfest in Kaltern Dorf
Dann ging es ab ins Hotel, voraussichtlich unsere letzte Nacht in Italien.
Der heutige Tag ist komplett für die Rückreise vorgesehen: L1+L2 haben zugestimmt, dass wir tief in der Nacht heim kommen und dafür keine weitere Übernachtung einlegen.
Nach einem reichhaltigen und hervorragenden Frühstücksbuffet im Hotelgarten sind wir nach Bozen gestartet.
Dort haben wir die Altstatt besucht. Pflichtprogramm für Touristen: Der Walther-von-der-Vogelweide-Platz und die Laubengasse, was wir natürlich brav erledigt haben.

Gasse in Bozen
Von Bozen aus haben wir gegen 14:00 Uhr die Heimreise angetreten. Zunächst nur bis zum Großen Montiggler See.

Der große Montiggler See
Im Vinschgau haben wir an einem Stand noch Wurst und Obst gekauft, eigentlich als Mitbringsel gedacht, wurde ein stattlicher Teil zum Proviant. Der Weg hat uns über den Reschenpass, das Hahntennjoch und die übliche Route über Stuttgart geführt.[^5]
Gegen 23:00 Uhr waren wir zuhause; das Auto schnell ausgeladen und im eigenen Bett friedlich eingeschlafen.
Ein schöner, harmonischer und erholsamer Urlaub; zum Iseosee müssen wir nochmal fahren. Gerne auch in dieser Konstellation.
[^2]:Vielen Dank, Bernd! [^1]:Vor der Abfahrt hatte ich den Pool auf Salzwasser umgestellt und keine Gelegenheit gehabt, das Funktionieren des Systems zu prüfen. [^3]:Ab 15 € aufwärts [^4]:Schon wieder vielen Dank an Bernd, der mit Schonhammer und kräftigen Umdrehungen an der Befestigungsschraube den Wasseraustritt stoppen konnte [^5]:Im Auto haben wir ab 18:00 Uhr das Endspiel der Fußball-EM der Frauen auf dem Handy verfolgt und mussten mitansehen, wie England Europameister wird