Bald geht es los! Hier wollen wir versuchen, die Daheimgebliebenen zu informieren und vielleicht ein paar Erinnerungen festzuhalten.
Derzeit wird gepackt und geplant…
Wenn ihr euch über die Strecke informieren wollt, die wir zurückgelegt haben, könnt ihr diesem Link folgen: Wanderung Karwendel 2019.
Heute werden letzte Einkäufe erledigt, das Material überprüft, Jacken und Schuhe imprägniert und alles eingepackt. Dann könnte es losgehen. Leider sieht das Wetter vor Ort ziemlich nach Regen aus ;-)
Von den ursprünglich 10 Mitfahrer hat einen schon vorher die Lust verlassen (n), so dass wir nur zu 9. aufbrechen werden. Vereinbart ist die Abholung um 4.30h… nicht ganz meine Zeit. Und dann gibt es auch noch Stauwarnungen ohne Ende.
Und jetzt wurde noch ein Stromausfall für morgen, ca. 2 Stunden lang, angekündigt… hoffentlich läuft der Server danach trotzdem noch weiter, die USV sagt nach einer Stunde leise “Servus”.
Aufstehen hat geklappt, 4.30 Uhr an Mays (?) Eck. 2 Mitfahrer haben sich mehrere Hundert Meter zum Treffpunkt fahren lassen. Nachdem noch ein Taschenmesser, ein Ausweis und Taschentücher geholt wurden, geht es um 4:50 Uhr tatsächlich los. Bis Hockenheim sind wir gut durchgekommen… die kleinen schlafen teilweise.
Laut Navi kommen wir um 11:30 Uhr an… hoffentlich gibt es nicht noch mehr Stau.
Endlich! Die erste Pause:
Stärken und bewegen auf dem Rastplatz
Essen, trinken, erleichtern und bewegen schon geht’s weiter. Zum Glück haben wir den Prinz aus Polch an Board, hhhmmm
Und schon sind wir mitten in den Alpen:
Endlich in den Alpen
Die letzten 1,5 Stunden über Land in Österreich mit 35km/h, da steigt die Freude auf die Wanderung ins Unermessliche.
Nur noch eine kurze Pause für AK, dann sind wir um 10:55 Uhr da und sehr gut durchgekommen.
Nachdem wir gut angekommen sind, machen wir uns auch schon auf den Weg. Die erste Etappe zum Karwendelhaus dauert fast 4 Stunden für ca. 8km bis auf 2400m Höhe:
Immer wieder mal Regen, aber tolle Landschaft:
Die Isar, noch recht klein
Ca. um 15:40 Uhr sind wir angenommen. Nach 18km und immer wieder Regen. Nachdem wir das Karwendelhaus zum ersten mal gesehen haben…
Das zwischen den Bäumen, das Karwendelhaus!
… hat der Weg dort hoch noch ganz schon gezogen.
Endlich da!
Jetzt sind alle müde und freuen sich auf das verdiente Essen! Das gibt’s aber erst ab 18.00 Uhr, sodass wir ab 17.00 Uhr die Zeit mit nahrhaften Getränken überbrücken.
Hüttengaudi für Wanderer
Nach dem Essen haben wir die Tour für morgen geplant. 8-10 Stunden Fußmarsch, Trittsicherheit, gute Kondition und Regen. Schneezungen dürfen nicht betreten werden, da sie möglicherweise hohl sind und man einbricht.
Leider müssen wir heute im Regen starten. Da das Wetter nicht viel schlechter werden kann, muss es um Laufe des Tages also besser werden.
Am Morgen vor dem Start
Nächstes Ziel: Hallerangerhaus.
Nach einem durchaus anspruchsvollen Aufstieg auf 2600m kam ein ebenso anspruchsvoller Abstieg, zunächst auf 2080m.
Anspruchsvoller Abstieg
Rast mit Landjäger
Dann weiter auf 1400m und wieder hoch zum Hallerangerhaus auf 1850m.
Schon früh an diesem Tag wurde ich zum Beauftragten für nicht zu hohe Geschwindigkeit und ausreichende Pausen ernannt… Gegen 17.50h war waren wir oben und ganz schön am Ende.
Nach dem wohlverdienten Essen haben wir Schnauz gespielt, auch als 31 oder Schwimmen bekannt.
Chillen auf der Hütte II
Morgen soll die Etappe deutlich kürzer sein, nur 4,5 Stunden. Dann können noch vor Ort ohne Rucksack ein paar Gipfel erklommen werden.
Schlafen gehen um 21.00 Uhr und aufwachen um 6.00 Uhr – hier in den Bergen ist der Rhythmus etwas anders. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir um 8.30 Uhr Richtung Pfeishütte.
Unser Weg führt zur Pfeishütte
Weg mit Bergpanorama
Der Weg war wunderschön, aber nicht ganz so einfach wie angesagt. Vor allem gab es ganz am Anfang einen knackigen Aufstieg und im letzten Drittel nochmal eine Steilwand über das Stempeljoch.
Das Stempeljoch kann einen schon beeindrucken
l1 und j sind vorgegangen und waren zuerst an der Hütte. A D und l2 haben noch einen Gipfel mit Steinböcken extra gemacht:
Nach 2 Stunden Ruhe sind D, A, S und j aufgebrochen, um noch einen Gipfel zu besteigen. Der Rest genießt die Aussicht von der Hüttenterrasse:
Die Wanderer haben jede Scheu vor den Steinböcken verloren

Hier übernachten wir heute:
Pfeishütte
Hier an der Hütte gibt’s sogar Kühe ohne Hörner:
Sind das Hafflinger?
Nach dem Essen gönnen wir uns noch ein Sonnenbad:
Sonnenbad auf der Terrasse der Pfeishütte
Auf der nicht mehr ganz neuen Pfeishütte haben wir den Abend nach leckerem Essen ausklingen lassen und erneut Karten gespielt.
A hat durch intensive Befragung und Belehrung der Mitarbeiterin Tina Maze herausgefunden, dass die Slowakei und Slowenien verschiedene Staaten sind ;-)
Wie so oft war der letzte auch der schönste Abend, Väter und Söhne haben viel gelacht und sind um 22.30 Uhr schlafen gegangen.
Heute haben wir noch den Abstieg von 1933m auf 958m zu bewältigen.
Laut Hüttenwirtin gibt es einen oberen Weg und den viel schöneren durch eine Klamm. Natürlich gehen wir durch die Klamm, auch wenn hier nachher noch ein kleiner Aufstieg droht.
Frühstück um 7.00 Uhr, Start um 8.20 Uhr.
Nach gut 5 Stunden sind wir am Auto angekommen. Etwas erschöpft, qualmende Füße und alle wohlauf.
Der Weg in der Klamm, die von der Isaar gebildet wurde, war besonders schön.
Isaar-Aussichtspunkt bei Scharnitz
Kurz nach der Pfeishütte
Jetzt freuen wir uns auch wieder auf zuhause. Und den Ausflug im nächsten Jahr!
In Füssen haben wir ein Abschiedsmahl eingenommen, das Navi sagt Ankunft 21.00 Uhr.
Heute haben alle aufgegessen. Das Hüttenessen war aber besser!
Ankunft kurz nach 21.00 Uhr. Danke an die Fahrer und an alle Mitreisenden für die schöne Hüttentour!
Hier ein Link, der zu meinen aufgezeichneten und gespeicherten gpx-Dateien führt. Einfach die Datei oder Dateien anklicken, die einen interessieren, und dann auf der Karte stöbern und nachvollziehen:
Viel Spaß dabei!