Wir sind gegen 8.30 Uhr entspannt losgefahren. Die Kinder hören Musik und die Straßen sind frei. Wir fahren Über Limburg nach Gießen, Kassel, Braunschweig, Berlin und dann Strasen, Wesenberg. Ohne jegliches bisschen Stau sind wir um 16:00 Uhr relativ entspannt angekommen.
Der Vermieter ist sehr nett, wir haben die größere obere Wohnung it ca. 80 m³ bekommen. Die Wohnung ist schön eingerichtet und bietet alles, was man als Feriengast braucht.

Hier haben wir gewohnt
Sodann sind wir noch zur nahegelegenen Badestelle am großen Pälitzer Badesee gegangen. Lewin hatte einen pubertätsbedingten Launeeinbruch, der aber nach einem Sprung in den See wieder vorbei war.

Der Pälitzer Badesee
Abends sind wir dann noch "Zum Büffelhof" gegangen, der auch von unserem Vermieter betrieben wird. Dort haben wir hervorragende Burger, Zander und Büffelrumpsteak gegessen. Danach haben wir den Abend in der Wohnung gemütlich ausklingen lassen, wir waren auch hinreichend müde
Nach einem entspannten Frühstück mit frischen Brötchen sind wir nach Waren gefahren. Der Weg führte über Röbel, die kleine Schwester von Waren.
Röbel wird als Geheimtipp gehandelt, nicht so mondän, aber touristisch genauso interessant. Das besondere an Röbel sind die bunten Fachwerkhäuser. Und Relikte der ehemaligen DDR findet man hier:

Eine alte Metzgerei in Röbel
Waren ist ein sehr schönes Städtchen, natürlich geprägt durch den Müritzer See, der andernorts als Meer durchgeht. Die Hauptspeise sind Fischvariationen, wir haben uns zu einem klassischen Matjes-Brötchen hinreißen lassen.

Das Ufer in Waren
Und überall auf der Mecklenburgischen Seenplatte sind: Seen. Auf dem Rückweg sind wir bei Wesenberg an dem Weißen See vorbeigekommen, mit Mühˋ und Not konnten wir Lewin davon abhalten, reinzuspringen.Die Parkplätze kosten manchmal einen kleinen Obulus, ca. 50 Cent, der Zugang zum See ist regelmäßig konstefrei. Kein Vergleich mit der gelebten Wegelagerei am Laacher See...

Der Weiße See
Sylvia hat bis zum Einsetzen des Regens noch einen Kaffee im Garten getrunken. Danach gekocht und dann einen kleine Fahrradexkursion gemacht.
Den Abend haben wir mit Sport ausklingen lassen.
Frühstück wieder mit Brötchen aus dem Hotel um die Ecke. "Nutella" von Milka ohne Palmöl (gehört in den Kühlschrank!) und Erdnussbutter sowie einige vor Ort gekaufte Wurst- und Käsewaren, lecker.
Danach haben wir uns ein Fahrrad geliehen, 3 haben wir ja dabei, und sind zum Ellenbogensee gefahen. Dort ein Stück um den See herum und dann nach Wustrow, einem Örtchen in der Nähe.
Nach einer kurzen Kaffeepause zuhause wollten wir eigentlich noch ein bisschen weiterfahren, haben uns dann aber wegen des hervorragenden Wetters entschlossen, noch an die Badestelle in Strasen zu gehen und das SUP auszupacken. Lewin ist geschwommen, Sylvia ein wenig mit dem SUP gefahren und Leif viel, wobei er immer wieder gefaselt hat: Ich bin der Käptˋn zur See...

Eben standen sie noch, jetzt sind sie platt!
Die Hinweise am See sind seltsam formuliert:

Grammit gelernt bei Yoda Du hast?
Danach sind wir noch zum Scheff-Treff essen gegangen. Dort gibt es frisch zubereitete, einfache Kost zu moderaten Preisen. Wie haben uns satt gegessen und lassen den Tag mit der Planung für die nächsten Tage ausklingen.
Nach einem schönen Frühstück in Strasen haben wir leicht verspätet ausgecheckt und sind nach Usedom aufgebrochen. Wir sind einen kleinen Umweg über Ueckermünde gefahren, wo wir am Strand Brötchen gegessen haben. Danach haben wir uns noch die Innenstadt angeschaut, wo wir Bratwürstchen, Fish and Chips, ein Krabbenbrötchen und Mattjesbrötchen gegessen haben.

Der Futterkutter
Hier ist alles liebevoll angelegt und gepflegt, einige Statuen gedenken an verdiente Perönlichkeiten:

Die Statue des Akkordeonspielers
Anschließend haben Lewin und ich uns für 2€ eine alte schwarze Pommernkogge im Hafen namens "Ucra" angeschaut.

Die Kogge Ucra

Neugierige Touristen auf der Kogge "Ucra"
Im Hafen wollte uns ein Kurtaxenkontrolleur kontrollieren, wir hatten aber keine Kurtaxenkarten und er hat uns gnädigerweise laufen lassen.
Nach anfänglicher Verwirrung um unsere Wohnung haben wir doch alles gefunden und bezogen. Den Nachmittag haben wir gechillt verbracht, abends war ich noch mit Lewin und den Fahrrädern am Strand und wir haben mit Koordinationsleiter und Sprints an unserer Schnelligkeit gearbeitet. Später haben wir alle die terra-X-show geguckt und anschließend gechillt.
Heute waren wir zunächst einkaufen. In unserer Straßen ist ein Edeka und ein Bäcker... wir haben alles für das Frühstück bekommen.
Danach sind wir nach Ahlbeck zu den Kaiserbädern gefahren, hier hat es leider etwas getröpfelt. Wir sind dann weitergefahren an die Grenze zu Polen. Dort war eine Sandstatuen-Ausstellung. Das war sehr beeindruckend, auch wie die Statuen aus dem holzumbauten, verdichteten Sand herausgearbeitet werden.

Isländische Mythologie aus Sand
Dort wurden Heerscharen von Menschen angekarrt, die Richtung Polen gingen. Sylvia hat den Kassemenschen gefagt, wo die alle hingehen. So haben wir den Polenmarkt kennengelernt. Ein buntes Sammelsurium von Menschen und Waren, bei denen man sich regelmäßig fragt, ob der scheinbare Markeninhaber für die Produktion verantwortlich ist. Dennoch hatten wir viel Spaß und haben gestaunt, zumal Corona hier nicht zu existieren scheint.

Markt an der Grenze zu Polen

Grenzgänger
Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet. Nachdem wir eine Weil im Stau gestanden haben, konnten wir uns Zinnowitz angeschaut. Erst hat es wenig geregnet, als wir den 330m langen Steg zur Tauchglocke entlanggegangen sind, wurde es immer stärker. Als wir wieder den Strand betreten haben, waren wir völlig durchnässt. Die Kleidung ist erst in den späten Abendstunden etwas abgetrocknet, dennoch sind wir gegen 18:00 Uhr etwas essen gegangen, wie hier üblich natürlich Fisch. Danach haben wir uns in der Wohnung weiter aufgewärmt...
Lewin hatte heute morgen leider Kopfschmerzen und wollte deshalb zuhause bleiben. Wir sind dann zu Dritt mit den Fahrrähdern die Küsten nach Westen entlanggefahren, bis Kaisershagen. Die Kaiserbäder sind sehr mondän und die Ostsee ein wahres Ulaubsparadies. Insgesamt sind wir ca. 30 km Fahrrad gefahren.
Als Mittagsessen gab es heute morgen frisch geräucherten Fisch und Kartoffelsalat. Die Lachs(forelle) kam am besten an, gefolgt von Heilbutt und der grätenreichen Flunder.
Am Nachmittag ist Sylvia nochmal mit Lewin mit den Fahrrädern nach Osten mit dem Ziel Koserow auch zum Baden gefahren. Ich konnte in dieser Zeit die Alpenpasstour 2020 planen, wir fahren zum Gardasee und unternehmen dort Tagesausflüge. Dabei folgen wir der Anregung auf Kurvenkönig für das Trentino.
Für den frühen Abend steht ein Fahrt nach Bansin auf dem Programm.
Und zum Abschluss der Zeit auf Usedom gibt es Lübzer zum Packen. Morgen geht's nach Dierhagen, Fischland-Darß.
Fischland-Darß ist ruhig, aber sehr schön.
Vor der Terrasse, die zu unserer Wohnung gehört, kommt ein Grünstreifen von ca. 3 m. Das Grundstück ist begrenzt durch einen Maschendrahtzaun, dafür verläuft ein Bürgersteig mit Straße. Dies war auch so angekündigt und ist nicht weiter schlimm, vielmehr ist es oft interessant, wer wie zum Strand geht.
Der Strand ist von der Wohnung vielleicht 250 m entfernt. Man geht durch "Klein-Mallorca", eine Fußgängerstraße an der links und rechts verschiedenste Geschäfte sind, insbesondere Eisdielen und Souvenirläden. Der Strand selbst ist ausreichend groß und typisch Ostsee sandig. Nur etwa 2 m breiter Kiesstreifen zu Beginn des Wassers und die relative Kälte des Wassers stehen dem unbegrenzten beigefügten im Wege.
Heute waren wir den ganzen Tag am Strand. Ein echter Urlaubstag ohne Programm und Stress. Hier kam das riesige SUP zum 2. Mal zum Einsatz. Abends sind wir noch schön essen gegangen.
Vormittags waren wir wieder am Strand, nachmittags haben wir den Darßer Urwald erkundet. Dieser schließt an den Darßer Weststrand an, angeblich einer der schönsten Strände Europas. Sehr schön war er wirklich, aber nicht außerordentlich spektakulär.
Wie immer wenn wir weg waren, freuen wir uns auch wieder auf zuhause. Bis auf Sylvia, die gerne noch längstmöglich bleiben würde. Eigentlich sind wir gut durchgekommen, es gab nur wenige Male zähfließenden Verkehr.