Um 8 Uhr haben wir uns an der MHT/Tankstelle in Kottenheim getroffen. Von da ging es in lockerer Kolonne in Richtung Stavoren. Hinter Venlo haben wir am zweiten Rastplatz Hondsiep gegen 10:30 Uhr eine Frühstückspause eingelegt.

Pause hinter Venlo
Gegen 13.30 Uhr sind wir in Stavoren angekommen und haben das Haus bezogen. Nach kurzer Einräumphase sind wir dann in den Garten gegangen, wo die ersten Stärkungen verkostet werden konnten.

Grundstoff für männliche Astralkörper
Das Haus ist idyllisch gelegen und lädt zum Entspannen und Verweilen ein. Es hat einen schönen Steg und einen ebenso schönen Holzverschlag.

Hier fand die Freizeit schwerpunktmäßig statt

Der Garten

Blick auf den Kanal
Michelle nahm die Arbeiten für das Midsommerfest auf, indem sie einen Midsommerfestbaum baute.

Der Midsommerbaum 1

Baum 2
Bis wir um 16 Uhr das Haus beziehen durften, waren schon einige Biere geleert, ebenso ist Sekt unter die Räder gekommen und die Boards sind auf dem Kanal eingweiht worden.

Kackenten
Um 16:17 Uhr stach Bernd sein Heinekenfass an. Er will es ganz alleine austrinken, wir sind gespannt (tatsächlich hat er sich sehr schnell helfen lassen und wegen thermischer Defizite wurde es nicht komplett geleert).
Schon um halb fünf zeichnete sich ab, dass wir die Biervorräte, die mit ebenso großer Sorgfalt wie Umsicht mitgebracht wurden, in den wenigen Tagen gar nicht vertilgen können.
Gegen Abend gab es noch einen spontanen Sprung in den Kanal, nachdem Michelle 27,40 € ausgelobt hat. Bernd und Michelle sind dann hinterhergehüpft und es wurde geschwommen, bis alle wieder nüchtern waren.
Ab 23 Uhr ist tröpfelweise einer nach dem anderen ins Bett gegangen. Die letzten gegen 1 Uhr.
Schon um halb acht waren die meisten wach und wir haben uns am Steg auf einen Kaffee getroffen. Die gestern so süßen Enten, die sich gegen Abend auf dem Steg versammelten, haben diesen leider komplett vollgekackt. Der gute Bernd musste eine halbe Stunde mit viel Wasser den Besen schwingen, um den Steg für den Rest des Tages begehbar zu machen.

Bernd und der Steg
Nach einem ausgiebigen und ausgelassenen Frühstück
war die Verwunderung groß. Einige Reisende haben berichtet, dass ein nicht bekannter Schelm Eier unter ihre Kopfkissen gelegt habe:

corpus delicti
Bis heute hatte der Schelm nicht den Schneid, sich zu seinen Missetaten zu bekennen!
Nachdem der Eierschock überwunden und das Frühstück gegessen waren, sind wir gegen 10:30 Uhr aufgebrochen nach Workum. Ein pittoreskes friesisches Dörfchen.
Hier haben wir zunächst einen ausgedehnten Shoppingausflug unternommen. Bernd hat sich mit etlichen Friesland-Assessoires ausgestattet. Er war von den Einheimischen kaum mehr zu unterscheiden. Die Damen haben jeden einzelnen Klamottenladen auseinandergenommen.

Workum

Kleidsamer Shoppingerfolg 1

Kleidsamer Shoppingerfolg 2
Marco hat die Gelegenheit genutzt und ist bei einem lekkeren Mädchen zum Haareschneiden gegangen, während wir draußen wie die drei Affen zu viert posieren mussten.

3+1
Die 30 Minuten Wartezeit, bis Marco seine Haare fertig hat schneiden lassen, wird ihn teuer zu stehen kommen.
Von Workum aus sind wir zum Strand gefahren und dann teilweise ins Wasser gegangen. Von den Männern war natürlich nur einer im Wasser.
Hier am IJsselmeer kann man mehrere hunderte Meter ins Wasser gehen und ist noch immer nicht über die Badehose nass. Dafür muss man aufpassen, dass man sich bei den Schwimmversuchen nicht die Knie anschlägt. Insgesamt haben wir es ohne ernsthafte Verletzungen gemeistert.

Am IJsselmeer
Auch für ein Getränk war Zeit, in der Strandbar sind wir dem Fritz Kola Flaschengeist begegnet:

Zeigt uns der Geist tatsächlich den 🖕?
Vom Strand sind wir in die nächste Stadt, nach Hindeloopen, gefahren.
Hier hat die Claudia im Pfannkuchenhaus, wo wir uns gestärkt haben, mit ihren magischen Händen und Sonnencreme wahre Wunder an den Nacken der Männer vollbracht.

Pause im Pfannkuchenhaus
Wir sind dann nach Hause gefahren, wo wir erst mal alle gechillt oder Sport gemacht oder auch etwas konsumiert haben.
Marco und Zappi sind dann mehrere Stunden lang Fischbuden inspizieren gegangen, in der Hoffnung, dass es noch was zum Abendessen gibt. Sie haben die Aufgabe hervorragend gelöst und sind mit zehn Portionen Kippelinge wieder nach Hause gekommen. Allerdings gab es statt der versprochenen Pommes nur Kroketten, wenn auch teilweise in Sternform.
Das Abendessen ging nahtlos in den Alkoholmissbrauch über, wobei diesmal auch Wein verkostet wurden. Nur die Männer haben Guinness probiert, außer dem Weingourmet unter ihnen.
Ab 20:00 Uhr haben wir das Musik-Ratespiel Hitster gespielt. Claudia hat als Spielleiterin einen ungekannten Eifer entwickelt und den Ablauf geordnet und geregelt. Die Mannschaften haben sich aus natürlicher Ordnung ergeben: Männer gegen Frauen.
Trotz einiger Differenzen bei der Regelauslegung und der Bewertung von Erstangaben, haben die Männer von 3 Spielen 3 souverän gewonnen.
Gegen 1:00 Uhr wurde der Abend beendet.
Auch Tag 3 startete mit einem ausgelassenen und ausgiebigen Frühstück. Danach sind die Frauen in die Stadt gegangen und wir Männer hatten Freizeit.
Diese wurde klug genutzt zu einem Stadtrundgang. Danach haben wir uns am Strand getroffen und sind alle ins Wasser gegangen. Für einen Teil der Gruppe gab es dann noch Bier. Für einen anderen Teil Eis.
Bis 17 Uhr war dann wieder zur freien Verfügung. Dann haben die Vorbereitungen für das Midsommersfest begonnen. Zunächst lag der Schwerpunkt auf der Zubereitung der Speisen. Gegen 18.30 Uhr haben wir uns dann langsam umgezogen. Zum Glück hat es zwischenzeitlich etwas abgekühlt, sodass die Blumen auf der Kleidung nicht durch Schweißflecken überbetont wurden.
Nachdem das Essen serviert und genüsslich verschlungen war, wurden noch schnell wunderbare Gruppenfotos gemacht – von der gesamten Runde, den Damen, den Herren und natürlich den Paaren, allesamt in voller Blumenbracht und mit liebevoll beigesteuerter Dekoration.

Blumige Gruppe

Blumige Damen

Blumige Herren
Als der gemütliche Teil des Abends begann, zeigte sich ein gewisser Interpretationsspielraum bei den Begriffen Beitrag versus Vortrag. Rick jedenfalls hat einen wunderbaren Vortag beigetragen (ja, genau so!), und dabei entdeckte Zap ganz nebenbei seine bislang verborgenen Gesangskünste.
Im weiteren Verlauf des Abends wurde sogar ein Businessplan geschmiedet – für die große Zap & Siggi Tournee, inklusive Auftritten am Ballermann. Man darf gespannt sein!
Die ersten Gäste verabschiedeten sich schließlich, denn am frühen Sonntagmorgen brach die Gruppe Haupt bereits zu (für Ferienverhältnisse) unchristlichen Zeiten wieder in Richtung Heimat auf.
Der verbliebene Rest machte sich am Sonntagmorgen noch die Mühe, den Kühlschrank möglichst vollständig zu leeren, das Geschirr zu spülen und die Bude zu fegen, bevor auch sie das Haus und Stavoren verließen.
Auf dem Rückweg gab es noch einen gemeinsamen Zwischenstopp in Lemmer, wo die Männer den Duft von Diesel und die Frauen einen Eiskaffee genossen:
Frühstücksclubber können nicht nur Reisen, Essen, Trinken und Chillen – beim nächsten Mal klappt es bestimmt auch mit den Vorträgen! 😉
Michelle hat die KI die Reise zusammenfassen lassen, nicht 100% an den Tatschen dran, aber unterhaltsam:
Zehn Freunde. Ein Haus am IJsselmeer. Wasser, ein Steg bis zum Himmel, lauschiger Sonnenuntergang. Und etwas in der Luft, das sich nicht erklären ließ – so ein Kribbeln, als würde der Abend mehr versprechen als nur Wein und Grillgut.
Sandra kam als Erste ins Haus und trug eine Wassermelone, so groß wie eine zweite Weltkugel. „Die brauche ich“, sagte sie nur, als hätte sie das Ding aus einer geheimen Quelle geholt. Draußen bastelte Michelle still vor sich hin. Tesafilm. Ein Besen. Zwei Gabeln. Was entstand, war kein Maibaum. Es war… etwas. Etwas Schiefes. Etwas Lebendiges?
Bernd, wie ferngesteuert, zählte 27,40 Euro ab, legte es feierlich auf die Fensterbank und sprang ins Wasser. „Fürs Gleichgewicht!“, rief er. Keiner fragte, warum. Marco tauchte mit einer Tüte nach der anderen auf – den ganzen Fish & Chips-Laden leergekauft. Niemand hatte ihn weggehen sehen.
Moni kam mit Grillzeug, lange nach Ladenschluss. Einfach so. Keine Erklärung. Nur ein Lächeln, das ein bisschen zu wissend war, sie hatte wohl „Kontakte“. Sie verschwand in einer Rauchwolke aus Grillanzünder….Thomas hatte bereits Werkzeug in der Hand, flickte alles, was wackelte, reparierte das, was kaputt war, und grillte gleichzeitig für 100 Leute, obwohl es nur zehn waren.
Rick hatte musikalisches Programm vorbereitet und spielte auf seiner Ukulele einen letzten, traurigen Song. Danach war das Instrument leer. So, als hätte es alles gegeben. Sylvia schien den Rhythmus zu spüren – sie schenkte ein, kommentarlos. Immer wieder. Alle 17 Sorten. Der Wein floss, als käme er aus einer unerschöpflichen Quelle.
Als die Dunkelheit kam, startete Claudia das Musikratespiel – streng, hart, unnachgiebig. Zappi erkannte jeden Song sofort. Manchmal sogar vor dem Einspielen. Man verdächtigte übernatürliche Fähigkeiten. Oder einen Pakt mit Shazam.
Und dann – der Morgen.
Fast in jedem Bett: Ein buntes Ei.
Alle sahen sich an. Keine Stimme. Nur Blicke. Dann – Zappi, am Fenster. Er fror ein. Zeigte hinaus. Und flüsterte:
„Da… da hoppelt was.“
Ein Hase. Nicht groß. Nicht klein. Mit Blumen im Fell, Tesafilm hinterm Ohr und einem Blick, den niemand je vergessen wird.
Er blieb kurz stehen. Schaute zurück. Dann verschwand er – lautlos – im Frühnebel über dem IJsselmeer.
Zappi blinzelte, schüttelte den Kopf – als würde er gerade aus einem Traum erwachen – und sagte nur:
„Du schill Muhr – watt de biss.“
Letzte Frage beantwortet: Die Eier? Vom Mittsommernachtshasen. Warum? Vielleicht ein Märchen. Vielleicht Magie. Vielleicht ein Zeichen….
Aber was sicher ist: Man fährt nie ganz so zurück, wie man gekommen ist.