Am 17.10.2025 um 16:30 Uhr starteten wir, Sylvia, Lewin und ich, mit der Capri-Sonne in Richtung Levanto, Ligurien, Italien, Cinque Terre. Gut 1000km, es empfahl sich also eine Zwischenübernachtung. Dazu wählten wir Oberrimsingen. Eine kleine Pension, wo wir gg. 20:30 Uhr eintrafen. Am nächsten Morgen ging es um 6:30 Uhr weiter.
Mit dem hervorragenden Capri gestaltet sich die Anreise unproblematisch. Insbesondere sind die Ladepausen kein Problem, da die Fahrer früher erschöpft sind als der Akku des Fahrzeuges. Eine Ladepause in der Schweiz und eine Stunde vor Ankunft hinter Genua haben völlig ausgereicht, um mit über 60 Prozent in Levanto anzukommen. Das war gegen 14.30 Uhr.

Der erste Blick auf das Meer
Zuerst haben wir den Parkplatz angeschaut, um entscheiden zu können, ob wir uns dort einmieten.

Einfahrt mit angelegten Ohren ging es

Ausgefahren sind wir erst wieder bei der Abfahrt
Dann sind wir zu Fuß zu der Schlüsselübergabe in der Via Guiseppe Garibaldi 104 gegangen und haben dann zu Fuß das Auto ausgeladen. Das alles war unproblematisch, weil Levanto so klein ist, dass man in fünf Minuten alles erreicht hat. Das hat funktioniert:
Danach haben wir erstmal die Wohnung bezogen.

Diese hohle Gasse führt zu unserer Wohnung

Unser Haus, das ganze Erdgeschoss ist unsere Wohnung
Wir sind dann noch an das Meer gegangen und etwa eine halbe Stunde geschwommen. Das Wasser war nicht warm, aber wenn man sich bewegt hat, war es sehr angenehm. Später sind wir noch in unmittelbarer Nähe zu der Wohnung in der Osteria Cristal essen gegangen. Neben der landestypischen Focaccia haben wir uns Pizza gegönnt und einen lokalen Wein. Gut gesättigt sind wir dann auch früh wieder in die Wohnung gegangen und haben auf Steve und Katja gewartet, die am nächsten Morgen zwischen 6 und 7 Uhr eintreffen wollten.
Durch ein kaum merkliches Klopfen morgens um 6 Uhr 50 haben wir bemerkt, dass Steve, Katja und Elias eingetroffen sind. Schon beim Frühstücken kamen sie gegen 10 Uhr dazu und haben von einer abenteuerlichen Anreise, die sie nach dem Spiel München gegen Dortmund über Memmingen einen Schweizer Pass und schließlich bis nach Levanto geführt hat, berichtet. Ein sagenhaftes Abenteuer, aus dem sie etwas gelernt haben und für immer mitnehmen werden.

Das erste Frühstück und Steve und Kaja kamen
Später am Tag wollten wir dann gegen Mittag zunächst in die Stadt gehen. Wir sind dann aber am Strand rechts abgebogen und Richtung Bonassola gegangen. Der Weg führt durch alte Eisenbahntunnel und ist ähnlich wie der Polcher Radweg. So hatten wir noch direkt eine kleine Wanderung und etwas Bewegung.

Der Strand von Levanto

Noch mehr Strand von Levanto

Unterwegs nach Bonassola

Der Weg nach Bonassola führt durch viele Tunnel
Nach einer Stunde und vier Kilometern sind wir gut angekommen.
Am Strand sind wir in die erste Bar eingekehrt. Dort haben wir vier "Aparole" bestellt. Zur Strafe, weil wir nicht reserviert hatten, wurden wir in die Nähe der Toiletten an den Katzentisch gesetzt. Wenigstens hat es nur nach Meer gerochen.
Angekommen in Bonassola
Wir sind dann bei herrlichem Sonnenschein zurückgewandert und in Levanto am Strand zu den Jungs gestoßen.

Levanto Strand-Panorama
Abends waren wir noch in einem leckeren Fischrestaurant essen und haben den Abend dann bei Wein und weiteren Aparol in der Wohnung ausklingen lassen.
Nachdem wir aufgestanden sind, haben wir erst mal gemeinsam gefrühstückt und konnten auch die Jungs dazu überreden, daran teilzunehmen. Gegen 11:00 Uhr sind wir zu einem Stadtrundgang - natürlich nur zu viert - gestartet. Wir haben damit die wenigen Stunden Sonnenschein noch prima ausgenutzt. Hier ein paar Eindrücke:

Ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer

Übersichtskarte der ganzen Gemeinde

Gässchen

Die Kirche von Levanto

Das Castello, nunmehr in privater Hand

Weg zum Strand runter

Strandpanorama

Der Strand aus gleicher Perspektive

Platz
Zur Belohnung für diesen 1 km langen Stadtrundgang sind wir dann in eine schöne Weinbar gegangen. Dort konnten wir noch draußen sitzen und haben Aparol, Wein oder Kaffee getrunken.
Es hat dann kräftig angefangen zu schütten, sodass wir nach einem kurzen Einkauf schnell nach Hause gehen mussten und den Rest des Nachmittags gechillt haben.
Gekrönt hat den Tag das Abendessen in dem Restaurant La Loggia.
Der Weg zum Brötchenholen hat uns zu einer Cappuccino-Bar geführt.
Nach dem Frühstück sind wir um 10:20 Uhr nach Monterosso aufgebrochen. Eine schöne Wanderung über herrlich ursprüngliche Wege, mit einem Aussichtpunkt oben auf dem Berg, insgesamt ca. 11km weit.
Hier ein paar Eindrücke von der Wanderung, zunächst bis zu dem Aussichtspunkt:

Levanto von oben

Ein Stück des Weges

Ein weiteres Stück des Weges

Wolkenspiel

Die Cinque Terre

Monument am Aussichtspunkt

Monterosso von oben

Die anderen quattro Terre

Klosterruine am Aussichtspunkt
Danach sind wir nach Monterosso herunter gegangen. Hier ein paar Eindrücke von diesem außergewöhnlich schönem Städtchen:

Der Abstieg nach Monterosso

Blick auf Monterosso von oben

Eine sehr italienische Treppe

Il Gigante, Die große Statue von Moterosso, es fehlen ein Bein und ein Dreizack

Der Strand

Weinberg
Der Strand
Die 5 Dörfer der Cinque Terre

Der Teil von Monterosso, der hinter dem Tunnel liegt

Gässchen in Moterosso

Eine der Kirchen

Castello mit Bunker

Die Statistik sprichst für sich, es sind aber auch 4km Zugfahrt darin
Abends waren wir dann noch in der Pizza 3 Archi gegenüber und haben den günstigsten und wahrlich nicht schlechtesten Essabend verbracht. Danach wurde in der Wohnung noch mit den Jungs gespielt. Elias hatte auf seinem Handy Impostor, ein lustiges Spiel mit Begriffen. Das mit Abstand Lustigste war jedoch, dass die Avatare tatsächlich dem jeweiligen Spieler zum verwechseln ähneln:

Wer ist Original, wer Fälschung? Rick und sein Avatar
Das Wetter war als Dauerregen angesagt, tatsächlich hatten wir herrlichen Sonnenschein.
Der Plan für heute: Mit dem Zug nach Riomaggiore und dann soweit zurück zu wandern, wie es geht.
Gegen 10:40 Uhr sind wir losgewandert, erstmal zum Bahnhof nach Levanto. Von da aus sind wir mit unseren Zug- und Wanderwegtickets mit dem stets pünktlichen Zug nach Riomaggiore. Elias und Lewin sind schweren Herzens für die liebenden Eltern mitgefahren.

Zugfahrkarte und Wanderwegticket, 10 €, braucht man den ganzen Tag!
Von Riomaggiore sind wir den "Weg der Liebe" nach Manarola gewandert. Der kostet 10 € extra und wird überall über den grünen Klee gelobt. Man kann es als italienischen Nepp, wir man ihn sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellt, zusammenfassen. Es ist eine Betonierter, teilweise überdachter Weg, rollstuhlgerecht und man fragt sich ständig, was das mit Liebe zu tun haben soll. Er ist jedenfalls nicht liebevoll gemacht. Diesen Weg sollte man sich unbedingt sparen, es sein denn, man ist gehbehindert, hat Höhenangst und mag keine Natur.

Riomaggiore Hafen

Riomaggiore Centro

Der Strand von Riomaggiore

Da muss irgendwo der "Viale della Amore" sein

Das ist der Liebesweg, eher lieblos und Abzocke
Interessant sind teilweise die Auffaltungen der Gesteinsschichten, die sich hier zeigen. Die Schichten sind horizontal abgelagert worden und treten jetzt vertikal zu Tage, das ist schon beeindruckend.

Man sieht auch hier, dass der "Liebesweg" den Eintritt nicht wert ist

Manarola, City, Riomaggiore recht ähnlich

Man kann sich gut vorstellen, was hier im Sommer los ist

Aufstieg nach Corniglia

Manarola aus der Ferne
In einer Bart in Corniglia wurden dann verschiedene Wein und Aperol, sogar Prosecco probiert. Die Wirtin war sehr nett und hat bereitwillig Auskunft gegeben.

In dem schönen Café in Corniglia, alle Kinder sind froh
Als es anfing zu tröpfeln, sind wir sicherheitshalber nach Vermazza gestartet.

Der Weg nach Vermazza

Wegesimpressionen

Wegesimpressionen II
Wir haben dann eine Bar gefunden, die auch noch Ende Oktober offen hatte. Kein Kuststoff, nur lokale Produkte, dafür das cinque-Terre-Bier 7 €, eine willkommene Labsal am Berg.

In der Sonnenbar angekommen

Bierra de la cinque Terre, schmeckt wie das Craft Bier der Vulkan Baruerei
So sah das aus, herrlich!

Erste Blicke auf Vermazza

Vermazza ist schöner als die letzten cinque Terre-Orte und hat gegenüber Riomaggiore und Manarole einen erfreulich eigenen Charakter
Hier habe ich mich entschieden, den weiteren Wanderweg nach Monterosso noch zu gehen, während die Mitreisenden KSS sich entschieden haben, mit dem Zug nachhause zu fahren. Um 17:15 Uhr nahmen die Mahnung, dass ein 2 stündiger Weg nicht zu schaffen sei, keinen Abbruch, ich ließ von derart gesteswissenschaftlich gebrägten Überlegungen aber nicht bremsen. Also startete ich um 17:15 Uhr den 2-Stündigen Weg nach Monterosso. Der Sonnenuntergang ist für 18:15 Uhr angesagt, also habe ich mich lieber rangehalten. Hier ein paar Impressionen, die für sich sprechen.:

Der Weg führte den ersten Kilometer tüchtig knackig nach oben

Immer wieder kam Vermazza in den Fokus

Immer wieder kam Vermazza in den Fokus

Quasi-verwunschene Wege führten nach Monterosso

Herrlcihes Licht dominierte den Weg

Der Weg war duchaus anspruchsvoll

teilweise auch verwegen

Ankunft in Monterosso
Der 6. Tag war vormittags sehr regnerisch. Der Strand war kaum wiederzuerkennen.

Regen in Levanto
Wir hatten also alle Zeit, einmal auszuruhen und haben davon kräftig Gebrauch gemacht.
Todesmutig haben sich Elias und Lewin gegen Mittag in die Fluten gestürzt.

Der Kampf mit den Wassermassen
Abends haben wir am Strand mit hunderten anderer Menschen den Sonnenuntergang beobachtet:

Sonnenuntergang

Und fort ist sie ...
Am letzten Tag war wieder herrliches Wetter. Wir waren viel am Meer, das regelrecht aufgepeitscht war:
Mit großer Freude waren Elias, Lewin und Rick in diesen Wellen, was seltsamerweise extrem anstrengend war, selbst wenn man nur versucht hat, sich in den Wellen treiben zu lassen.
In dieser Strandbar haben wir später im Getöse der Wellen einen Aperitif getrunken.
Strandbar auf Stelzen, vom Wasser unterspült
Abends nach dem Essen waren alle müde und sind früh schlafen gegangen. Die morgige Heimfahrt wird anstrengend.